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| Einleitung

Spätestens beim Erstellen und Drucken der Visitenkarten merkt es jeder:
In unserer Kommunikationsgesellschaft bringen es die meisten auf wenigstens 2-3 Rufnummern: Eine vom Festnetztelefon, eine vom Handy und vielleicht noch eine vom Fax. Wer dann noch hin & wieder verreist, bzw. tagsüber nur auf der Arbeit zu erreichen ist, schafft es locker auf 6 Rufnummern. Und die wollen erstmal alle sinnvoll auf einer Visitenkarte untergebracht werden.
Ganz zu schweigen von dem Problem, dass sich dem potentiellen Anrufer stellt: “Welche Nummer nehm ich denn jetzt ?” werden sich die meisten mit Sicherheit schon gefragt und zwischen Festend- und Mobil-Nummer abgewägt haben.

| Erste Schritte

Dabei machen Rufumleitungen das Leben schon um ein wesentliches einfacher. Man gibt einfach eine einzige Rufnummer an, und leitet bei Bedarf auf eine andere weiter.
In der Praxis sähe das so aus: Man aktiviert einfach auf dem Festnetztelefon zu Hause die Rufumleitung mit einer Verzögerung von 10 Sekunden. Sollte man dann nicht abnehmen bzw. nicht zu Hause sein, leitet das Telefon automatisch zum Handy um. Genauso kann man die Rufumleitung morgens vor Arbeitsantritt aktivieren und somit alle Anrufe in die Firma umleiten.

Allerdings ergibt sich hier ein Problem: Die Weiterleitung, sprich die Strecke vom Festnetztelefon bis hin zur Nummer, auf die weitergeleitet wird, zahlt immer der Anschlussinhaber, also man selbst. Kann also auf Dauer etwas teuer werden. Und wenn man umzieht, ist meistens auch eine neue Rufnummer fällig, spätestens beim Ortsnetzwechsel.

| Lösungen

Das Problem mit der Rufnummer ist am einfachsten gelöst. Die “Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post” (RegTP) hat für den Zweck der lebenslangen Rufnummer eigens den Block 700 reserviert. Jeder kann sich also bei der RegTP eine (oder mehrere) solcher privaten (12-stelligen, aus “0700” + 8 frei wählbaren Stellen bestehenden) Rufnummern bestellen. Die werden auf Lebenszeit zugesichert und bleiben so beim Umzug oder Providerwechsel erhalten.

Ausgestattet mit einer solchen Rufnummer bestellt man sich nun bei einem Service-Provider ein Servicepaket, welches im wesentlichen aus der Konnektierung und Weiterleitung der Rufnummer besteht. Optional können meistens umfangreiche Konfigurationen nach Tageszeit, Dienstart und Verfügbarkeit der anzuwählenden Geräte gespeichert werden.

| Praxis

Einen beispielhaften Aufbau habe ich im untenstehenden Bild veranschaulicht:

Das Schaubild beinhaltet Kommunikationswege von Sprache, Fax und Email. Offensichtlich ist die Tatsache, dass für alle Kommunikationsmittel lediglich eine Rufnummer und eine Email-Adresse aufgewendet werden müssen.

|  Datenwege

Der Service-Provider (“0700-Anbieter”) entscheidet zuerst, ob es sich um ein Fax oder um einen Sprachanruf handelt. Fax-Anrufe werden automatisch an das häusliche Fax weitergeleitet. Sprachanrufe werden abhängig von der Tageszeit an das Mobiltelefon oder an den Festnetzapparat weitergeleitet. Der Anrufer zahlt in jedem Falle nur die Kosten für die Verbindung mit einer 0700er-Nummer und der Angerufene zahlt nur die fixen Kosten für den Vertrag mit dem Service-Provider.

Abgehende Anrufe betrifft dieses Konzept nicht, es dient nur der Verfügbarkeit des Nutzers unter einer einzigen Rufnummer.

Vorraussetzungen   | Bezugsquellen

Bestandteil

Quelle

Preis

0700er-Nummer

RegTP

62,50 ¤

Servicevertrag für Nutzung der 0700er-Nummer

1&1
T-Com

6,90 ¤
7,64 ¤

© Marcus Rauchbach

| Contact

Zuletzt aktualisiert

| Dienstag, 13. Dezember 2005